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Rentenpolitik

18.07.2016

BDH fordert Diskussion über Mindestrente

Nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. geht der Versuch der Großen Koalition, Niedrigrenten im Kampf gegen Altersarmut aufstocken zu wollen, nicht weit genug. Deutschland stehe vor der Herausforderung, Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik so aufeinander abzustimmen, dass die zunehmende Erosion der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sozial aufgefangen werden könne. Ohne entsprechende Basissicherung des Alters bliebe es bei rentenpolitischem Stückwerk, warnt die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller:

„Die Rentenpolitik muss auf die zunehmende Prekarisierung der Erwerbswelt reagieren und mithilfe einer definierten Mindestrente Standards setzen, die Menschen im Alter vor Armut wirksam schützen. Angesichts sieben Millionen alternativer Beschäftigungsverhältnisse, Minijobs und der steigenden Zahl unterbrochener Erwerbsbiografien herrscht dringender Handlungsbedarf. Ich halte es für zielführend, den anstehenden Bundestagswahlkampf zu nutzen, um über Maßnahmen zu diskutieren, die den Weg hin zu einem sozialen Arbeitsmarkt weisen und Menschen mit beruflichen Einstiegshürden fördernde Stütze sein können.“

Die Erfolgsgeschichte des Mindestlohns zeigt, dass es möglich ist, das Problem der Altersarmut an der Wurzel zu packen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die auskömmlichere Rentenhöhen fördern. Der Kampf gegen die Welle der Altersarmut, die auf Deutschland zurollt, kann nur aufgehalten werden, wenn das allgemeine Rentenniveau nicht weiter absinkt, sondern bei 50 Prozent eingefroren wird.“ Die Rentenpolitik müsse nach Meinung der Vorsitzenden des Sozialverbands auch Antworten auf die steigende Zahl von Erwerbsminderungsrentnern finden und der medizinischen Rehabilitation neue Spielräume eröffnen. Krankheit dürfe nicht länger Ursache für Armut im Alter sein, so Müller.

Rentenpolitik muss austariert werden

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Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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