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Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Personenkreis

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme dient dazu, Jugendlichen mit Leistungseinschränkungen und Lernstörungen in möglichst praxisbezogener Weise zu ermöglichen, einen ihnen entsprechenden Beruf auszuwählen und zur Ausbildungsreife zu gelangen.

Indikation

Angeborene oder erworbene Hirnschäden sowie Störungen, die auf einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns beruhen, wie:

  • Störungen der Kognition
  • Störung der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens
  • schwere Leistungseinschränkungen
  • Lernstörungen (einschließlich Lernentwöhnung)
  • besondere Störanfälligkeit und Umfeldabhängigkeit
  • Störungen des Arbeitsverhaltens

Besonderheit

Nach schwereren - erworbenen oder angeborenen - Hirnschäden bestehen fast immer multiple Funktionsstörungen, die einer multidisziplinären und integrierten Behandlung mit hoher Therapie- und Förderungsdichte bedürfen. Berücksichtigt werden insbesondere:

  • Motorische Behinderungen (Ataxie, Lähmungen u. ä.)
  • Funktionsdefizite (Gesichtsfeldeinschränkungen u. ä.)
  • Kognitive Defizite (Aufmerksamkeitsstörungen u. ä.)
  • Sozio-emotionale Defizite (Emotionale Steuerungsfähigkeit u. ä.)
  • Behaviorale Defizite (Arbeitsverhalten u. ä.)
  • Konfundierende kognitive und sozio-emotionale Defizite
  • Krankheitsbedingte Schwankungen

Voraussetzungen

Der Rehabilitand ist unter Nutzung der besonderen Fördermöglichkeiten der Einrichtung der medizinisch-beruflichen Rehabilitation in der Lage, an der Erreichung seines Rehabilitationszieles aktiv mitzuarbeiten.

Ziele

Vorbereitung auf eine Ausbildung oder Aufnahme einer Anlerntätigkeit.

Dabei vor allem

  • Schaffung grundlegender berufsorientierter Fähigkeiten (kognitiv, emotional, handlungsbezogen) für die berufliche Eingliederung
  • zukunftsorientierte berufsfeldtypische Arbeitsmethoden, Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten
  • Schlüsselqualifikationen wie: berufsadäquate Arbeitshaltung, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Gruppenfähigkeit, Eigeninitiative, alltagspraktische Fertigkeiten
  • bildungsmäßige Voraussetzungen für erfolgreiche Berufs- und Alltagsbewältigung
  • aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebens- und Berufskonzept; Lern- und Leistungsmotivation
  • sozial angemessene Verhaltensweisen in Beruf und Alltag
  • Berufsfeldfindung

Zeitdauer

11 Monate (für Jugendliche, die innerhalb der 11 Monate die Ausbildungsreife nicht erreichen, kann die Maßnahme um höchstens 7 Monate verlängert werden.)

Vorgehen/Durchführung

Die Vorgehensweise ist an den Möglichkeiten des Einzelnen orientiert und richtet sich nach Art und Schwere der Behinderung. Das individuelle, handlungsorientierte Lernkonzept wird interdisziplinär von den Bereichen Pädagogik, Medizin und Psychologie entwickelt. Schwerpunkte sind:

  • berufsbereichspezifische Förderung
  • neuropsychologische Trainingsmaßnahmen
  • sonderpädagogische Förderung
  • allgemeinbildender und berufsbezogener Unterricht
  • bei Bedarf therapeutische Maßnahmen (Ergo-, Physiotherapie, Logopädie)
  • sozialpädagogische Betreuung


Die BvB gliedert sich in verschiedene Abschnitte, wobei je nach individueller Situation und Vormaßnahmen ein Einstieg in jeden Abschnitt möglich ist:

  • Eingangsanalyse (Erstellung eines Qualifizierungsplanes)
  • Grundstufe
  • Förderstufe
  • Übergangsqualifizierung

Abschluss

Interdisziplinäre Abschlussberatung mit dem Rehabilitanden. Differenzierte Empfehlung unter Berücksichtigung von u. a.

  • Niveau
  • Maßnahmeart
  • Lernort
  • Lernbedingungen
Medizinisch-berufliche Reha: Ausbildungsbereich Büro, Unterweisung am Stehtischarbeitsplatzzoom
Medizinisch-berufliche Reha: Ausbildungsbereich Hauswirtschaftzoom
 
 
 
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