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Grundsätzliches zur Ausbildung

Medizinisch-berufliche Reha: Ausbildungsbereich Holzwerkstatt, Einweisung an der Multifunktionsmaschinezoom

Personenkreis

Junge Erwachsene mit Hirnschädigungen unterschiedlichster Genese, bei prinzipiell gegebener Ausbildungsbefähigung aber generell komplex-neurologischem Behinderungsbild, die aufgrund der Art und Schwere der Behinderung in der Regel nach Durchlaufen einer medizinisch-beruflichen Berufsvorbereitung (Phase II) der weiteren besonderen Unterstützung im medizinisch/psychologischen Bereich bei der Berufsausbildung während der gesamten Ausbildungszeit bedürfen.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an die jungen Menschen, die eine berufsfördernde Bildungsmaßnahme (BvB), eine Berufsfindung oder Arbeitserprobung in der BDH-Klinik Vallendar absolviert haben und bei denen sich abzeichnet, dass sie – bei entsprechender fachlicher Betreuung – eine Berufsausbildung unter den Bedingungen einer behindertenspezifischen Maßnahme abschließen können.

Indikation

  • Störungen, die auf einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Zentralnervensystems beruhen
  • besondere Schwächen im kognitiven Bereich bzgl. Wahrnehmung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Arbeitstempo oder im verbalen Bereich usw.
  • stark beeinträchtigende physische Einschränkung ( Gesichtsfeldeinschränkungen oder eine arbeitsarmbetonte Hemiparese oder eine begrenzte psychophysische Belastbarkeit usw.)
  • Störung der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens
  • besondere psychische und psychosoziale Probleme (emotional, motivational, sozial, hohe Erreg- und Verletzbarkeit, Angst, Depression, Aggression; Probleme der emotionalen Steuerung, eingeschränkte Frustrationstoleranz usw.)
  • besondere Störanfälligkeit und Umfeldabhängigkeit
  • Störungen des Arbeitsverhaltens

Gesetzliche Grundlagen

  • Rechtliche Grundlagen für die berufliche Rehabilitation sind das SGB III und das SGB IX
  • Die Ausbildungen erfolgen in anerkannten Ausbildungsberufen nach §§ 25 BBiG/HwO bzw. nach den besonderen Ausbildungsregelungen für Menschen mit Behinderungen nach § 48 BBiG/§ 42b HwO
  • Die Ausbildungen erfolgen gemäß den Ausbildungsverordnungen der einzelnen Berufe
  • Hinsichtlich neuerer Entwicklungen (sog. "kleiner Gesellenbrief", europäische Ausbildungsprojekte, Teilqualifikationen u. ä.) besteht prinzipiell Offenheit. Neurologisch behinderte Menschen können sich oftmals Qualifizierungen erwerben, an der Hürde einer starren Prüfung aber scheitern.

Ausbildungsberufe

Die Förderung der außerbetrieblichen Berufsausbildung setzt voraus, dass die Ausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen nach §§ 25 BBiG/HwO oder den besonderen Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen nach § 48 BBiG/§ 42b HwO durchgeführt werden.

Die Ausbildung erfolgt gemäß den Ausbildungsverordnungen der einzelnen Berufe mit Vorliegen einer Ausbildungsgenehmigung der zuständigen Stellen.

Ausbildungsberufe, die wir anbieten, finden Sie in der Spalte rechts.

Zeitdauer

Die Ausbildungszeit wird mit dem Rehabilitationsträger in der Maßnahmeübersicht abgestimmt und festgelegt.

Maßnahmedurchführung/Individueller Förderplan

Die Berufsausbildung der Zielgruppe erfordert ein hohes Maß an fachlichem Hintergrund, sozialpädagogischem Handlungsspielraum und besondere Kenntnisse der medizinisch/psychologischen Begleitung.

Dabei werden individuelle Erfordernisse, die sich aufgrund der Art und Schwere der Behinderung der einzelnen Teilnehmer ergeben, besonders berücksichtigt und in einem individuellen Förderplan die Ziele der einzelnen Förderzeiträume festgehalten. Der Förderplan soll Diagnose-, Durchführungs-, Reflexions- und Erfolgsinstrumentarium sein. Er wird zu Beginn der Ausbildung erstellt, mit den beteiligten Fachkräften, der zuständigen Berufsberatungsfachkraft und dem Teilnehmer abgestimmt und im Verlauf der Maßnahme als ständiger Entwicklungsbericht fortgeschrieben.

Die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten werden den jeweiligen Ausbildungsrahmenplänen entnommen.

Der Berufsschulunterricht ist integrierter Bestandteil des beruflichen Rehabilitationsprozesses. Die Anmeldung in der Berufsbildenden Schule erfolgt mit Abschluss des Ausbildungsvertrages.

Die praktische und theoretische Unterweisung umfasst 38,5 Stunden/Woche.

Während der Ausbildungszeit finden drei Praktika von insgesamt mindestens vierwöchiger Dauer statt. Das NRV überwacht die Durchführung der Praktikumsphase. Die Praktikumsbetriebe müssen fachlich geeignet sein, die Ausbildungsinhalte des jeweiligen Ausbildungsberufes zu vermitteln. Die Praktika sollen möglichst in der berufsschulfreien Zeit stattfinden. Mit dem Praktikumsbetrieb wird durch das NRV eine Vereinbarung über Dauer, Inhalt, Arbeitszeit und verantwortliche Mitarbeiter geschlossen.

Ferienzeiten

Es können innerhalb der Dauer der Maßnahme Ferienzeiten von bis zu 30 Unterrichtstagen jährlich als angemessen anerkannt werden. Für jeden vollen Zeitmonat ist 1/12 der o. g. Ferienzeit zu berücksichtigen. Die Ferien sollen sich an den Berufsschulferien orientieren und dürfen nicht zu Beginn oder Ende der Maßnahme liegen. Zusammenhängende Ferienzeiten dürfen vier Wochen nicht überschreiten.

Besonderheit

Im Bedarfsfall werden individuelle Wohnformen realisiert, z. B. internatmäßige Unterbringung mit erforderlicher medizinischer Betreuung.

Berufsausbildung - Berufliche Weiterbildung

In der BDH-Klinik Vallendar wird speziell für Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen auch Ausbildung angeboten.

Kontakt:

Berufsausbildung in den Berufen

Berufliche Weiterbildung in den Berufen

  • Hauswirtschafter/-in
  • Hauswirtschaftshelfer/-in
  • Tischler/-in
  • Holzbearbeiter/-in
  • Werkzeugmaschinenspaner/-in, Fachrichtung Drehen/Fräsen
  • Zerspanungsmechaniker/-in, Fachrichtung Drehen/Fräsen
  • Bürokaufmann/-frau
  • Bürokraft

Leistungsträger

Leistungsträger der Maßnahmen sind, neben der Agentur für Arbeit, Renten- und  Unfallversicherungsträger, Berufsgenossenschaften

 
 
 
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BDH-Klinik Vallendar gGmbH • Heerstraße 54a • 56179 Vallendar • info@bdh-klinik-vallendar.de