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Zu den aktuellen Zahlen der Bertelsmann Stiftung über Kinderarmut in Deutschland erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., Ilse Müller:

„Es ist ein skandalöser Zustand, dass in einem reichen Land wie Deutschland mehr als zwei Millionen Kinder existenziell abhängig von Hartz-IV-Leistungen leben müssen. Die gute Konjunktur reicht auch nach Jahren stabilen Wachstums nicht aus, den Lebensstandard der betroffenen Familien und Milieus anzuheben. Die kontinuierlich wachsende Zahl armer Kinder setzt die Politik unter Zugzwang, Fragen der Verteilungsgerechtigkeit neu zu diskutieren und bedarfsgerechte Lösungen zu finden. Wir fordern daher in einem ersten Schritt eine eigenständige Kindergrundsicherung, die Kindern ein akzeptables Existenzminimum garantiert und sich anhand der tatsächlichen Lebenshaltungskosten bemisst.“ Grundsätzlich müsse sich der Bedarf daran messen lassen, wie sich Teilhabe- und Bildungschancen im Alltag realisieren ließen. Mobilität, musischer Unterricht und Sportangebote zählen ebenso zu diesem Leistungspaket wie der optimale Zugang zu klassischen Bildungseinrichtungen und beruflicher Ausbildung. Allerdings drohe der Fetisch um die „schwarze Null“ die notwendigen Investitionen in die Zukunft der Kinder zu ersticken, so Müller weiter.

Kinderarmut muss in Deutschland wirksam bekämpft werden

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